Stromausfall in Berlin: Bei Rückkehr des Stroms droht Brandgefahr

2 dni temu
Ein Paar geht mit einer Taschenlampe durch die dunklen Straßen Berlins während des Stromausfalls (Symbolbild) (Photo by Omer Messinger/Getty Images) Getty Images

Tausende Berliner Haushalte sind seit mehreren Tagen ohne Strom. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt nun vor einer unterschätzten Gefahr: Wenn die Elektrizität zurückkehrt, droht Brandgefahr durch eingeschaltete Geräte. Die Behörde rät dringend, alle elektrischen Verbraucher wie Bügeleisen, Herd, Ofen, Wasserkocher oder Heizlüfter vorsorglich auszuschalten oder vom Netz zu trennen.

Der mehrtägige Stromausfall hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen. Die Wasserversorgung und Toilettenspülung funktionieren nicht mehr, Mobil- und Festnetznetze fallen teilweise aus. Geldautomaten und Supermarktkassen sind außer Betrieb, was den Zugang zu Bargeld und Einkäufe unmöglich macht. Auch Tankstellen können keinen Kraftstoff mehr abgeben, der öffentliche Nahverkehr fällt teilweise aus. Im Winter kommt erschwerend hinzu, dass Heizungen ohne Strom für die Umwälzpumpen nicht funktionieren.

Beim Zurückkehren der Elektrizität besteht akute Gefahr. Wenn alle Stromverbraucher schlagartig wieder anlaufen, können Geräte oder die Hausinstallation beschädigt werden. Das Bundesamt empfiehlt daher, elektrische Geräte nacheinander wieder in Betrieb zu nehmen und dabei aufmerksam auf Funken, Brandgeruch oder Rauchentwicklung zu achten. Idealerweise sollten alle Geräte bereits beim Beginn des Ausfalls sofort ausgeschaltet werden.

Empfohlene Notfallausrüstung

Für künftige Stromausfälle empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine umfassende Notfallausrüstung. Zur Beleuchtung sollten Taschenlampen mit Batterien, Kerzen, Teelichter sowie Feuerzeuge oder Streichhölzer bereitstehen. Die Berliner Feuerwehr rät allerdings, Taschenlampen gegenüber Kerzen zu bevorzugen. Ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio hilft, sich bei längeren Ausfällen zu informieren, wenn Internet und Mobilfunk versagen.

Für Wärme während winterlicher Stromausfälle sind laut Bundesamt Kamine oder Öfen mit Brennmaterialien wie Kohle, Briketts oder Holz hilfreich. Bei kürzeren Ausfällen reichen warme Decken und Kleidung sowie das Aufhalten in einem geschlossenen Raum. Wichtig ist regelmäßiges Lüften, besonders bei Kerzennutzung, um den Sauerstoff aufzufüllen. Bei der Nahrungsversorgung empfiehlt die Behörde haltbare Lebensmittel, die kalt gegessen werden können - Konserven mit Gemüse oder Obst, Nüsse, Trockenfrüchte und Müsliriegel. Zum Erwärmen kleiner Mengen eignen sich Fondue-Sets mit Brennpaste oder ein Stövchen mit Teelicht für Fertigsuppen. Ausreichend Trinkwasser und gegebenenfalls Babynahrung sollten stets vorrätig sein. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bietet online einen Vorratskalkulator für Notsituationen an.

Warnungen vor gefährlichen Praktiken

Mehrere Organisationen warnen eindringlich vor lebensgefährlichen Fehlern während Stromausfällen. Die Aktion Das sichere Haus betont, dass Holzkohlegrills niemals in Innenräumen zum Heizen oder Kochen verwendet werden dürfen - es besteht akute Kohlenmonoxid-Vergiftungsgefahr. Auch gasbetriebene Heizgeräte sind für den Innenbereich nicht geeignet, warnt die Berliner Feuerwehr. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät von Spirituskochern ab, da das Nachfüllen heißer Brenner gefährlich ist und die Lagerung größerer Mengen Spiritus nicht ratsam sei. Gaskocher sollten nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich für den Innenbetrieb zugelassen sind. Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt brennen. Zusätzlich empfiehlt das Bundesamt, Powerbanks oder solarbetriebene Ladegeräte für Smartphones und Tablets sowie Bargeld bereitzuhalten, da Geldautomaten bei Stromausfällen nicht funktionieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału